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Die Corona-Krise birgt Gefahren, insbesondere für Frauen, Kinder und Jugendliche. Weiterhin muss gelten: Hinschauen statt wegschauen!

„Daheimbleiben! – Soziale Kontakte meiden!“ – so lautet das Gebot der Stunde. Nach wie vor ist die Eindämmung der Corona-Infektionen wichtig, und die Zahlen lassen erste kleine Erfolge im Kampf gegen COVID-19 erahnen. „Wir sehen mit der anhaltenden Ausgangsbeschränkung auch wachsende Risiken, wenn Paare und Familien mit Kindern auf sich gestellt und quasi isoliert leben“, unterstreichen Sabrina Göpfert und Stefanie Eisenhuth, Expertinnen für Präventionsfragen beim Caritasverband für die Diözese Würzburg. „Nicht jedem gelingt es, mit den auferlegten Einschränkungen gut umzugehen“, wissen Göpfert und Eisenhuth und befürchten, dass in schwierigen Zeiten gewaltsame Übergriffe, insbesondere auf Frauen, und der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen zunehmen werden. Eisenhuth: „Wo Familien, die auch vor der Corona-Krise Schwierigkeiten im guten Miteinander hatten, noch enger zusammenrücken müssen, werden sich nun bestimmte destruktive Verhaltensmuster unter Umständen verstärken.“ Der Hinweis auf Notrufnummern sei ein Zeichen, dass die Sorgen und Nöte der Betroffenen auch weiterhin beachtet und bearbeitet werden, so Göpfert. Im akuten Notfall helfe auch der Notruf der Polizei unter 110. (Sebastian Schoknecht, Würzburg)

Wichtige Rufnummern und Email-Adressen:

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen 08000 116 016 https://www.hilfetelefon.de/

Hilfetelefon sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 https://www.anrufen-hilft.de/

Kinder- und Jugendtelefon 116 111 https://www.nummergegenkummer.de/kinder-und-jugendtelefon.html

Ökumenische Telefonseelsorge 0800 11 10 111 0800 11 10 222 https://www.telefonseelsorge.de/

Sucht- und Drogenhotline 01805 31 30 31 https://www.sucht-und-drogen-hotline.de/

Opfer-Telefon Weißer Ring 116 006 https://weisser-ring.de/hilfe-fuer-opfer/opfer-telefon

SEFRA - Notruf & Beratung für Frauen. Aschaffenburg 06021 24728 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

AWO-Frauenhaus Aschaffenburg 06021 2 44 55

Für viele Familien auch in unserem Landkreis ist die Corona-Krise eine große Herausforderung. Hier will der Caritas-Familienstützpunkt Miltenberg mit einem neuen Angebot Unterstützung geben.

Eltern arbeiten von zuhause, Kinder können nicht in die Kita, Schule oder auf den Spielplatz, die Großeltern können nicht besucht werden, Freizeitaktivitäten sind stark eingeschränkt. Die Belastungen, welche sich für Familien aus der aktuellen Krisensituation ergeben, sind vielfältig und massiv. Caritas-Mitarbeiterin Inge Richter möchte allerdings dazu beitragen, dass das familiäre Leben dennoch gelingen kann und bietet ein „Kummertelefon“ an.

Ganz gleich, ob Eltern eine Frage zur Erziehung haben, Informationen über spezielle Einrichtungen und Beratungsangebote suchen oder sich einfach mal – gerne auch anonym – bei einer fachlich kompetenten Zuhörerin den Stress von der Seele reden wollen: Beim Kummertelefon finden Eltern ein offenes Ohr bei allen Fragen, die aktuell in der Familie anstehen. Dieses Angebot gilt gleichermaßen für Großeltern oder andere Menschen in Erziehungsverantwortung. „Der ganz normale Wahnsinn – oder doch eine Ausnahmesituation? Das spielt keine Rolle – melden sie sich einfach“, lädt Inge Richter ein. Die ausgebildete Familientherapeutin und Erziehungsberaterin ist ab sofort montags und mittwochs jeweils von 9 bis 12 Uhr erreichbar unter 09371 9789-47, Kontakt ist auch möglich per Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wir bleiben auch während der Corona-Krise für Sie erreichbar! Das Franziskushaus in Miltenberg ist zwar für den Publikumsverkehr geschlossen. Ebenso die Büros in der Eichenbühler Straße, in Obernburg und Erlenbach. Dennoch sind wir da, und Sie können uns über Telefon, Email oder Instagram erreichen.

Bitte bedenken Sie: Unsere Beraterinnen und Berater befinden sich derzeit großteils in Homeoffice. Sie rufen gerne zurück, allerdings selbstverständlich mit unterdrückter Nummer, da ihre Privatanschlüsse nicht öffentlich werden dürfen. Falls Sie einen Beratungskontakt wünschen, stellen Sie bitte unbedingt sicher, dass Ihr Telefon unterdrückte Nummern nicht ablehnt! Wir erleben es derzeit immer wieder, dass aus diesem Grund kein Kontakt zustande kommt oder dies extrem erschwert wird. Hinterlassen Sie sicherheitshalber immer auch Ihre Email-Adresse bei der Anmeldung, damit wir Sie ggf. über diese erreichen können.

Die Sozialstation für häusliche Alten- und Krankenpflege ist wie folgt erreichbar: 09371 9789 50 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
Die einzelnen Teams der Sozialstation sind ebenfalls erreichbar, sehen Sie dazu auf dieser Homepage unter „Pflege & Betreuung“.

Die Beratungsdienste erreichen Sie ebenfalls über Telefon und Email:

Erziehungsberatung: 09371 9789 20 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Suchtberatung: 09371 9789 40 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Flüchtlings- und Integrationsberatung: 09371 9789 0 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

weitere Kontaktdaten siehe unter „Beratung & Unterstützung“ auf dieser Homepage

Der Fachdienst Gemeindecaritas bietet zusammen mit der Pfarreiengemeinschaft St. Martin Miltenberg-Bürgstadt das Corona-Babbelfon an: täglich von 16 bis 18 Uhr, 09371 601 8741 oder 09371 601 9359 bzw. 09371 601 9718

Der Familienstützpunkt hat in der Corona-Krise ein Kummertelefon für Eltern und Großeltern eingerichtet: montags und mittwochs von 9 bis 12 Uhr, 09371 9789-47, Kontakt auch per Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Geschlossen sind aufgrund staatlicher Verfügung die Tagespflege in Sulzbach, das Jugendzentrum Miltenberg und der Jugendtreff Kleinheubach. Das virtuelle Programm der Jugendeinrichtungen gibt es auf den beiden Instagram-Kanälen jugendzentrum.miltenberg und jugendtreff.mars.

Für Obdachlose (durchreisende Wohnungslose): Die Auszahlung der Tagessätze findet statt beim Jobcenter, Bauscherweg 6 (Miltenberg-Nord). Die Herberge ist aufgrund der aktuellen Situation in Rücksprache mit dem Landratsamt geschlossen. Wir bieten die Möglichkeit, Wäsche zu waschen und halten Hygieneartikel und Lebensmittel bereit; bei Interesse bitte tel. melden: 09371 97 89 0.

 

Nutzen Sie die Zeit, die Sie während der Corona-Krise zu Hause mit Ihren Kindern verbringen. Tun Sie etwas Neues und telefonieren Sie mit uns wegen Ihrer Kinder!

Im Rahmen der Forschungsstudie „Kinderglück“ führen wir telefonische anonyme Befragungen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch, deren Eltern eine Glücksspielsucht entwickelt haben. Als Dankeschön erhalten die Teilnehmenden einen 25 € Gutschein von AMAZON!  

WARUM? Ziel der Studie ist es herauszufinden, was Kinder, die in glücksspielsuchtbelasteten Familien aufwachsen, benötigen und wie die Familien – und vor allem die Kinder - unterstützt werden können 

WER? Jugendliche und junge Erwachsene (15 – 27 Jahre), deren Eltern glücksspielsüchtig sind/waren 

WIE? Telefonische Befragungen (max. 60 Minuten)

WAS? Fragen zu der aktuellen Lebenssituation, der Familie, dem Umgang mit schwierigen Situationen, persönlichen Stärken, möglichem eigenen Spielverhalten und Hilfsangeboten

WANN? Bis Juli 2020 • ANONYM! Alle Daten werden geschützt, unterliegen der Schweigepflicht und werden nur zu Forschungszwecken anonym verarbeitet. Interesse? Schreibt uns unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Für weitere Informationen: Prof. Dr. Michael Klein, mikle(at)katho-nrw.de Laura Fischer, l.fischer(at)katho-nrw.de

Das Projekt „Kinderglück“ wird am Deutschen Institut für Sucht- und Präventionsforschung unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Klein durchgeführt und ist von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung des Land Berlin in Auftrag gegeben.

Bitte machen Sie diese Information der Psychosozialen Beratungsstelle für Flüchtlinge der Uni Frankfurt bei Asylsuchenden in Ihrem Umfeld bekannt.

Für viele Geflüchtete sind die jüngsten Entwicklungen um das Corona-Virus von großer Belastung. Der Zugang zu objektiven Informationen ist erschwert, in den Unterkünften herrschen ungünstige Voraussetzungen zur Umsetzung von Quarantäne und es besteht bereits im Vorfeld eine Vielzahl psychischer Belastungsfaktoren. Wir möchten in Form einer telefonischen Beratung einen ersten unterstützenden Schritt unternehmen. Dabei sollen Informationen zu den aktuellen Auflagen, Ansteckungsvorbeugung und Hinweise zur Strukturierung des Alltags weitergegeben werden. Aktuell werden wir die Beratung auf Paschto, Farsi/Dari, Englisch sowie auf Arabisch anbieten können. Die Beratung wird im Regelfall über einen Rückruf erfolgen. Hier finden Sie die Information für Klient*innen auf den jeweiligen Sprachen:

Zur Eindämmung der Verbreitung von Corona (COVID-19) soll man sich derzeit von anderen konsequent fern halten und zu Hause bleiben. Dies kann jedoch zu vermehrtem Grübeln, Einsamkeitsgefühlen oder auch Ängsten führen. Die telefonische Sprechstunde soll Betroffenen die Möglichkeit bieten, Lösungen zu finden und besser mit der Situation umgehen zu können. Wir sind unter der folgenden Nummer zu erreichen. Sollten wir nicht erreichbar sein, hinterlassen Sie bitte uns eine kurze Nachricht mit Ihrem Anliegen: 069/798-25366

English: People in Germany react differently to the spreading of the corona virus (COVID-19) and the measures to contain the epidemic. Some people may suffer from rumination and feelings of loneliness due to isolation. The telephone consultation is supposed to offer a possibility of finding solutions and how to cope with this situation. You can contact us via the following number. If we’re not available please leave a message with your request: 069/798-25366

Arabisch, Paschtu und Farsi anbei als Bild.

Steine mit einer aufgemalten 13 haben die Mitarbeiterinnen des Miltenberger Jugendzentrums ThirTeen im Stadtgebiet verteilt. Die Caritas-Beschäftigten rufen dazu auf, mit diesen steinernen Fundstücken kreativ umzugehen.

Franziska Frankenberger und Corinna Fuchs wollen mit ihrer Idee einen Beitrag leisten, damit nach der krisenbedingten Schließung des Jugendzentrums in der Kreisstadt dennoch weitere Aktivitäten angeboten werden können. Denn sie rufen zum kreativen Umgang mit den Steinen auf. So fragt Franziska Frankenberger: "13? Was soll das sein? Es steht für Jugendzentrum ThirTeen. Ihr entdeckt die 13 auf dem Weg zur Arbeit oder beim Spaziergang. Macht ein Foto von Euch und einem der Steine!“ Und Corinna Fuchs fordert alle potenziellen Besucher des Jugendzentrums auf: „Am besten schmeißt ihr euch in eine schöne Pose und fotografiert so, dass man erkennt, wo ihr den Stein gefunden habt. Sendet uns das Foto per Mail oder über Instagram und setzt den Hashtag #13 dazu. Also, Augen auf, wenn ihr unterwegs seid!“

Die Caritas-Mitarbeiterinnen freuen sich auf möglichst viele Fotos. Die kreativste Einsendung erhält einen Preis, Einsendeschluss ist der 15.05.2020. Die Emailadresse lautet Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, bei Instagram ist die Adresse: jugendzentrum.miltenberg

Bild: Einer der Steine, die vom Miltenberger Jugendzentrum im Stadtgebiet verteilt werden Foto: Caritas MIL

Persönliche Beratungsgespräche sind derzeit nicht möglich, wir beraten aber gerne per Telefon. Unsere Beraterinnen und Berater befinden sich derzeit großteils in Homeoffice. Sie rufen gerne zurück, allerdings selbstverständlich mit unterdrückter Nummer, da ihre Privatanschlüsse nicht öffentlich werden dürfen.

Falls Sie einen Beratungskontakt wünschen, stellen Sie bitte unbedingt sicher, dass Ihr Telefon unterdrückte Nummern nicht ablehnt! Wir erleben es derzeit immer wieder, dass aus diesem Grund kein Kontakt zustande kommt oder dies extrem erschwert wird. Hinterlassen Sie sicherheitshalber immer auch Ihre Email-Adresse bei der Anmeldung, damit wir Sie ggf. über diese erreichen können.

Die Teams des Jugendzentrums ThirTeen in Miltenberg und des Jugendtreffs Mars in Kleinheubach haben sich wieder etwas überlegt, um die aktuelle Krisenzeit besser mit Sinnvollem ausfüllen zu können: Sie bieten Bastelboxen an, mit denen Kinder ihre Eltern am Mutter- bzw. Vatertag überraschen können.

Wie alle ähnlichen Einrichtungen sind auch die beiden von der Caritas geleiteten Jugendeinrichtungen derzeit geschlossen. Franziska Frankenberger und ihre Kolleginnen überlegen sich daher Angebote, die außerhalb der Jugendtreffs durchzuführen sind. Die Caritas-Mitarbeiterin meint dazu: „Eltern geben viel für ihre Kinder - und in der jetzigen Situation auch noch unter erschwerten Bedingungen. Da ist es Zeit, um an Muttertag und Vatertag ein kleines Dankeschön zu überreichen.“ Dafür können sich die Kinder und Jugendlichen im Miltenberger Jugendzentrum kleine Bastel-Baukästen abholen. 

Die Muttertags- und Vatertags-Bastelsets werden von Dienstag, 5. bis Freitag, 8. Mai jeweils zwischen 15 und 17 Uhr am Jugendzentrum Miltenberg, Mainstraße 13 ausgegeben, die Vatertagsboxen auch vom 12. bis zum 15. Mai, wiederum zwischen 15 und 17 Uhr. Auch Kinder und Jugendliche aus Kleinheubach sind dazu herzlich eingeladen. Die Bastelboxen werden kostenlos abgegeben solange der Vorrat reicht. Abstandsregeln und Hygienestandards können problemlos eingehalten werden, da eine kontaktlose Mitnahme gewährleistet ist.

Bild: Das humorvolle Logo der Muttertagsaktion der Jugendtreffs Miltenberg und Kleinheubach Foto: Frankenberger/Caritas MIL

Auch im Kreis Miltenberg leiden viele Menschen unter den Ausgangsbeschränkungen oder sind in ihrer materiellen Sicherheit bedroht. Ihnen bietet der Caritasverband in vielfacher Weise Hilfe und Unterstützung an. Die nun nötigen zusätzlichen Leistungen zwingen den Wohlfahrtsverband aber zu einer außergewöhnlichen Maßnahme: „Damit wir im Landkreis Miltenberg weiterhin ausreichend arbeiten können, sind wir auf Solidaritätsspenden angewiesen“, zu diesem Fazit kommt Caritas-Geschäftsführer Heinrich Almritter. Mit einem Spendenaufruf unter dem Titel „Solidarität MIL“ wendet sich die Caritas daher an die Bevölkerung.

Der Grad der psychischen und wirtschaftlichen Betroffenheit ist zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen sehr unterschiedlich. Aber auch Menschen, die wir normalerweise als gut situiert wahrnehmen, können durch die Schließung ihres eigenen Geschäftes, ihrer Gaststätte oder ihres Dienstleistungsbetriebes ganz schnell an die Belastungsgrenzen kommen, wenn Darlehen nicht mehr bedient, Mieten nicht mehr bezahlt werden können. Andere, die mit einem regulären Arbeitsverhältnis bisher als recht gut über die Runden kamen, fallen nun in Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit. Noch viel schlimmer sind jene dran, die vorher schon nicht viel hatten, die keine Rücklagen bilden konnten, denen z.B. Zuverdienstmöglichkeiten in Minijobs oder Unterstützungssysteme wegbrechen. Für viele von ihnen steht nun auch die Caritas bereit, um helfend tätig zu werden.

Gerade in Krisen steigen aber nicht nur die finanziellen, sondern auch die psychischen Probleme, wie die Beratungstelefone der Krisendienste und der Telefonseelsorge sehr eindrücklich berichten. Die Caritas hält daher auch in der aktuellen Krisenzeit ihr Beratungsangebot aufrecht, wenn dies auch fast nur noch telefonisch geschehen kann. Mit der Schuldner- und Insolvenzberatung reagiert sie auf die zunehmende Verschuldung der Privathaushalte, die Erziehungs- oder Suchtberatung stehen mit psychologischer Hilfe zur Verfügung, während die Flüchtlings- und Integrationsberatung auch in Coronazeiten geflohenen Menschen zur Seite steht. Neben weiteren Beratungs- und Hilfsangeboten ist besonders die Allgemeine Sozialberatung zu nenne, die z.T. auch materiell durch Lebensmittelgutscheine oder kleine Geldbeträge unterstützen kann. Dies alles geschieht parallel zu den Aktivitäten der MartinsLäden, die in Miltenberg und Erlenbach Lebensmittel an finanziell schlecht gestellte Familien abgeben. In diesen Projekten wirken Kirchengemeinden, Caritas und die Sparkasse Miltenberg/Obernburg gemeinsam, um den zunehmenden Bedarf zu decken.

Eine ganz direkt auf die psychische Situation vereinzelter Menschen reagierendes Angebot hat der Fachdienst Gemeindecaritas zusammen mit der Pfarreiengemeinschaft St. Martin Miltenberg-Bürgstadt aus der Taufe gehoben: Das Babbelfon ermöglicht, bei Einsamkeit einen Gesprächspartner zu finden und sich für eine halbe Stunde die Sorgen von der Seele reden zu können. Zudem bietet der Caritas-Familienstützpunkt sein Kummertelefon an, das sich speziell an Familien mit besonderen Belastungen während der Corona-Krise wendet.

Da derzeit vermehrt Menschen in soziale, psychische und finanzielle Probleme geraten, reichen die Mittel der Caritas zur zusätzlichen Unterstützung dieser Menschen nicht mehr aus. Der Wohlfahrtsverband sieht sich daher gezwungen, die Bevölkerung um Mithilfe zu bitten. Unter dem Stichwort „Solidarität MIL“ sind Spenden auf folgende Konten möglich: Sparkasse Miltenberg-Obernburg, IBAN: DE85 7965 0000 0620 1011 05 oder Raiffeisen-Volksbank Miltenberg eG, IBAN: DE92 5086 3513 0001 8302 01. Das Geld kommt ausschließlich und ohne Abzug von Verwaltungskosten dem angegebenen Zweck zugute.

Bild: Ein Paket mit Lebensmitteln und Hygieneartikel für Obdachlose wird im Franziskushaus der Caritas zurecht gemacht Foto: Caritas MIL

Der Caritasverband für den Landkreis Miltenberg teilt mit, dass der wegen der Corona-Krise geschlossene Caritas-Treffpunkt Café fArbe bis auf weiteres geschlossen bleibt. Allerdings werden notwendige Umbauarbeiten durchgeführt.

Auch wenn die Wiederöffnung von Gastronomiebetrieben in den nächsten Wochen wieder zugelassen werden sollte, wird dies nur unter Wahrung der aktuell gültigen Abstandsregelungen und Hygienestandards möglich sein. Die räumliche Enge im Untergeschoss des fast 400 Jahre alten ehemaligen Franziskanerklosters, in dem sich das Cafe fArbe befindet, wird einer Wiedereröffnung zu Corona-Zeiten entgegenstehen.

Eine Ausweichlösung steht nicht zur Verfügung, da vor vier Wochen planmäßig die Bauarbeiten für die Errichtung des neuen Kinder- und Familienzentrums im Klostergarten begonnen haben. Teil dieser Bauarbeiten sollte im Jahr 2021 auch die Schaffung eines sicheren Zugangs für die Familien sein, die von der Miltenberg Hauptstraße zum Kinder- und Familienzentrum im Klostergarten gelangen wollen. Da hier auch der Bereich des Cafés berührt wird, hat die Caritas nun entschieden den Zeitraum bis zum Ende der Pandemie zu nutzen, die notwendigen Umbaumaßnahmen vorzuziehen.

Die Beratungsdienste der Caritas im Kreis Miltenberg können nach und nach wieder persönliche Beratungsgespräche anbieten, nachdem aufgrund der aktuellen Pandemie vorübergehend nur telefonische Kontakte und Online-Beratung möglich waren. Zum Wohle und Schutz der Klientinnen und Klienten sowie der Beschäftigten sind Besuche in der Beratungsstelle aber nur unter Einhaltung bestimmter Schutzmaßnahmen möglich.

Weiterhin sind telefonische und Online-Beratungen möglich. Unter den noch bestehenden Pandemiebedingungen erfolgt jedoch eine schrittweise Öffnung der Beratungsstelle für persönliche Kontakte. Bedingt durch die gesetzlichen Bestimmungen können nicht alle Klienten und Klientinnen gleichzeitig die Beratungsstelle besuchen. In Abhängigkeit vom Verlauf der Pandemie und den damit verbundenen gesetzlichen Auflagen kann schrittweise der reguläre Betrieb der Beratungsstellen wieder aufgenommen werden.

Personen, die in den letzten 14 Tagen Anzeichen einer Atemwegserkrankung oder eines fieberhaften Infektes verspürten, dürfen die Caritas-Einrichtung auf keinen Fall besuchen. Wer in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer mit dem SARS-CoV-2-Virus („Coronavrius“) infizierten oder an diesem Virus erkrankten Person gehabt hat, darf die Caritas-Gebäude ebenfalls nicht aufsuchen.

Beim Besuch der Caritas-Beratungsdienste ist zu beachten, dass zum Beratungsgespräch ein Mund-Nasen-Schutz mitzubringen und bereits ab der Eingangstüre zu tragen ist. Voraussetzung ist zudem das pünktliche Erscheinen an der Beratungsstelle, da die Beratungsfachkräfte ihre Klientinnen und Klienten an der Eingangstür abholen müssen. Ein Warten in der Beratungsstelle ist aktuell nicht möglich. Aufgrund der Taktung der Beratungstermine kann das Gespräch bei einem verspäteten Erscheinen auf keinen Fall stattfinden; der Beratungstermin muss dann verschoben werden.

Der Mindestabstand von 1,5 m ist bei der Beratung einzuhalten, ebenso die allgemeinen Hygieneregelungen. Dazu gehört insbesondere die Husten- und Nies-Etikette, das gründliche Händewaschen und die Nutzung einer Händedesinfektion vor dem Betreten und beim Verlassen der Beratungsstelle. Den weiteren Anweisungen der Mitarbeitenden der Beratungsstelle ist Folge zu leisten. Für alle diese Maßnahmen bitten die Verantwortlichen der Caritas um Verständnis. Nur so wird es möglich sein, zügig in die Normalität des Beratungsalltags zurückzukehren.

Gemeinsame Veranstaltung von Caritas-Familienstützpunkt und Johanniter-Mehrgenerationenhaus – Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Großeltern und Enkel – ein starkes Team“ bietet der Familienstützpunkt des Caritasverbandes für den Landkreis Miltenberg in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus der Miltenberger Johanniter ein besonderes Projekt an: Großeltern erhalten die Möglichkeit, sich über den heutigen Schulalltag ganz praktisch zu informieren.

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