20.07.2010
Konzert im Klostergarten erfolgreich
Freundeskreis Café fArbe und das Café fArbe der Caritas boten abwechslungsreiches Programm
Trotz anfänglich nicht besonders guten Wetters wurde das Konzert im Klostergarten am Samstag ein ansehnlicher Erfolg. Der Freundeskreis Café fArbe e.V. sorgte für den organisatorischen Rahmen und wurde dabei durch den Caritas-Treffpunkt Café fArbe unterstützt.
Von Regenschauern etwas gestört machte die Bigband des Johannes-Butzbach-Gymnasiums den Anfang, nachdem Hans Remsberger, Treffpunkt-Projektleiter bei der Caritas, Gäste und Musiker begrüßt hatte. Die weit gereiste JBG-Bigband – sie trat schon in China auf – zeigte unter der Leitung von Martina Gronemann viel Spielfreude. Auch wurde wieder die hohe Professionalität sichtbar, die die 25 beteiligten Musikerinnen und Musiker trotz ihrer Jugend bereits erreicht haben.
Den Gymnasiasten folgten Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Volksschule Kleinheubach, die die Schulband Solid Rock bilden. Mit großer Freude an der Musik spielten und sangen sie sich durch die letzten Jahrzehnte der Rock-und Popmusik. Mit fünf Sängerinnen, drei Gitarren, Bass, Violine und drei Mann am Schlagwerk, gelegentlich unterstützt von einem Keyboard, brachte Solid Rock eine wirklich große Besetzung und führte ungebrochen die gute Stimmung weiter, die von der Bigband des JBG vorgegeben war.
„Dunkelbunte Musik“ mit Achim Sauer von der Juli Kapelle aus Hildesheim sollt es dann geben. Caritas-Mitarbeiter Martin Pechtold musste den Musiker aber leider entschuldigen, da dieser „aus Gründen des Broterwerbs“ nicht kommen konnte. Dafür sprang kurzfristig Stefan Vandeven ein, der stets beim Publikum „locker rüber kommt“, wie ein Zuhörer betonte. Stellenweise spielte er fast ein Wunschkonzert. Er reagierte spontan auf Zurufe und zeigte so, welch umfangreiches Repertoire er mit Gesang, Gitarre und Mundharmonika hervorragend beherrscht.
Dem „Hardcore-Liedermacher“ Johannes Giesemann aus Frankfurt gelang es, einige der Zuhörenden mit seinen stellenweise provokanten und in der Regel selbst komponierten Songs zu irritieren. Die von ihm ungeschminkt gezeigte moralische Radikalität war allerdings für einige gerade der jüngeren Zuschauer sehr erfrischend. An Giesemann schieden sich die Geister.
Zum Abschluss des „Konzerts im Klostergarten“ erschien Rüdiger Horn auf der Bühne. Der Sänger und Gitarrist aus Großheubach hatte so etwas wie ein Heimspiel, da er schon mehrfach im Caritas-Treffpunkt Café fArbe bzw. im Klostergarten aufgetreten ist. Diesmal zelebrierte er seine „songs into the night“ in Deutsch, Englisch und Französisch, mal nachdenklich oder berührend, mal mit viel Humor. Auch beim Klostergarten-Konzert schaffte es Rüdiger Horn wieder, die Gäste mit seiner Interpretation internationaler Lieder zu überzeugen.
Freundeskreis-Vorsitzende Gunda Schmidt und Vorstandsmitglied Ursula Horn dankten nach den Auftritten jeweils den Musikerinnen und Musikern, die unentgeltlich spielten, und überreichten kleine Obstkörbe als symbolische Gage. Ebenfalls wurden diese Obstkörbe von Caritas-Projektleiter Hans Remsberger an die Vorsitzende des Freundeskreises sowie stellvertretend für die Helfer und Helferinnen an Christel und Hermann Wirkner überreicht. Der Erlös des Konzerts im Klostergarten kommt der weiteren Arbeit des Freundeskreises und damit dem Caritas-Treffpunkt zugute.
Anlässlich des „Konzerts im Klostergarten“ war stundenweise die Ausstellung „LUCKY ART“ im ersten Stock des Franziskushauses geöffnet. Der Künstler Peter „Lucky“ Kraft war anwesend. Die Kreisgruppe von Amnesty International hatte zudem einen Informationsstand aufgebaut und sammelte Unterschriften für ihre menschenrechtlichen Aktionen.
Ein Besucher des Konzert im Klostergarten meinte am Ende der Veranstaltung: „Wer heute nicht gekommen ist, hat einiges versäumt.“
Die Verantwortlichen des Freundeskreises und der Caritas nehmen dies als Ansporn, auch weiterhin unter dem Motto „Kultur für Alle“ aktiv zu sein.


